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Detaillierte Berufsbeschreibung

Berufsbeschreibungen

Hier werden die Berufe, welche die Bison ausbildet, im Detail vorgestellt.

Kauffrau/-mann

Die Tätigkeiten der Kaufleute variieren je nachdem, ob sie beispielsweise in einem Reisebüro, in einem Detail- oder Handelsbetrieb arbeiten. In Notariats- und Treuhandbüros führen sie andere Aufgaben aus als in öffentlichen Verwaltungen, Banken oder Versicherungen. Jede Branche ist sozusagen eine Welt für sich. Die Kaufleute erhalten eine einheitliche Grundausbildung, die es ihnen ermöglicht, in verschiedenen Branchen und Funktionen im kaufmännischen Umfeld kompetent tätig zu sein.

Kaufleute mit erweiterter Grundbildung (Profil E) verfügen im Betrieb über ein hohes Mass an Selbständigkeit. Je nach Branche sind sie in das Tagesgeschäft eingebunden, stehen je nach Veranlagung an der Front im direkten Kontakt zur Kundschaft und wickeln im Hintergrund Aufträge von A-Z ab.

Kauffrau/-mann Branche Dienstleistung und Administration
Kaufleute Dienstleistung und Administration erledigen anspruchsvolle kaufmännische Arbeiten in kleinen und mittelgrossen Unternehmen. Sie schreiben Offerten, führen Korrespondenz und Buchhaltung, organisieren Termine sowie Anlässe und beraten die Kundschaft.

In der Verwaltung und Organisation von Dienstleistungsbetrieben bilden Kaufleute Dienstleistung und Administration die "Drehscheibe" des Betriebes. Je nach Grösse der Firma führen sie die Administration oder arbeiten in einem Betrieb mit mehreren Abteilungen. Diese Unternehmensstruktur ermöglicht ihnen, den gesamten Geschäftsverlauf mitzuverfolgen. Grosse Bedeutung haben in ihrer Tätigkeit gute Branchenkenntnisse über die zu verkaufenden Produkte und Dienstleistungen sowie der mit dem Verkauf und dem Angebot verbundene Kontakt zu Kundinnen, Lieferanten und Besuchenden. Je nach Branche arbeiten sie mehr an der Front oder im Backoffice.

Kaufleute Dienstleistung und Administration beraten Kunden, bearbeiten Anfragen, schreiben Offerten und Kaufverträge. Täglich führen sie die anfallende Korrespondenz. Beim Produkteinkauf verhandeln sie mit den Lieferanten den Preis, überwachen und kontrollieren die Lieferungen und nehmen bei Unstimmigkeiten Kontakt mit der zuständigen Stelle auf.

Zu den weiteren Fachgebieten der Kaufleute Dienstleistung und Administration gehört das Finanz- und Rechnungswesen. Sie fakturieren und senden Rechnungen für die erbrachten Leistungen an die Kundschaft, verbuchen alle Geschäftsvorgänge, berechnen Mehrwertsteuer und erstellen Lohn- und Versicherungsabrechnungen für die Mitarbeitenden. Bei Besprechungen mit Kunden oder Behörden führen sie Protokoll. Sie lesen Dossiers und Unterlagen, fertigen Dokumente und Statistiken an, leiten Informationen an involvierte Fachstellen weiter oder holen bei Bedarf Auskünfte ein.

Kaufleute stehen per Telefon, Fax und Internet mit Kundinnen und Lieferantinnen aus aller Welt in Verbindung. Gute mündliche und schriftliche Kenntnisse in zwei Fremdsprachen erleichtern ihnen die internationale Verständigung.

Quelle: http://www.berufsberatung.ch


Informatiker/in Richtung Applikationsentwicklung

Informatiker/innen mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung sind Fachleute in der Entwicklung von Software. Sie realisieren Programme für Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe. Sie arbeiten in Teams und haben oft auch Kundenkontakt.

Im Zentrum der Arbeit steht die Entwicklung und Pflege von Applikationen. Das sind EDV-Programme, die für bestimmte Abläufe eingesetzt werden, z.B. für die Buchhaltung, die Produktionsplanung oder den Zahlungsverkehr einer Bank.

In der Startphase einer Applikationsentwicklung geht es darum, die Bedürfnisse der Kundschaft zu ermitteln. Zu diesem Zweck setzen sich Informatikerinnen Applikationsentwicklung mit den betrieblichen Abläufen und den Vorstellungen des Auftraggebers auseinander. Sie analysieren die aktuelle Situation und diskutieren mit den Benutzerinnen deren Wünsche in Bezug auf die neue Softwarelösung. Der Austausch mit Benutzerinnen, Marketingfachleuten und Geschäftsleitung ist in dieser Phase besonders wichtig.

Sobald Ausgangslage und Ziel definiert sind, beginnen Informatiker Applikationsentwicklung mit der Detailanalyse. Sie hinterfragen die einzelnen Punkte, suchen nach Lösungen und besprechen diese mit den beteiligten Fachleuten. Sie sind bestrebt, die optimale Lösung zu finden, auch wenn diese unter Umständen von der ursprünglichen Idee abweicht.

In der Realisierungsphase setzen Informatikerinnen mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung das Konzept um: Sie beginnen mit der Programmierung in einer geeigneten Programmiersprache. Die aktuelle Version testen und verbessern sie laufend.

Die Einführung einer neuen Anwendung erfordert eine Schulung der Benutzer. Neue Prozesse und Arbeitsabläufe müssen genau definiert und den Benutzerinnen vermittelt werden. Informatiker Applikationsentwicklung erarbeiten entsprechende Hilfsmittel wie Handbücher oder Lernprogramme. Mit der Übergabe der Applikation in die Nutzung ist ihre Aufgabe nicht beendet. Sie beobachten die Startphase und passen die Software bei Bedarf an. Nach Ausführung von allfälligen Garantiearbeiten und Ablieferung des Dokumentationsmaterials ist das Projekt für sie in der Regel abgeschlossen.

Quelle: http://www.berufsberatung.ch